Alles anders? Nein aber vieles!

KPÖ Mürzzuschlag zum Jahreswechsel

Ab 1. Jänner ist einiges nicht mehr so wie zuvor. Die von den "Reformpartnern" eingeleitete und über alle demokratischen Grundsätze hinweg durchgezogene, Gemeindestrukturreform wirkt sich auch nachhaltig für unsere Region aus.

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So wurden zum Beispiel die Gemeinden des oberen Mürztales zwar gefragt ob sie eine 4- Lösung (Mürzsteg-Neuberg- Kapellen-Altenberg) oder eine 6er Lösung mit Mürzzuschlag und Ganz wollten, niemals aber wurde gefragt ob sie grundsätzlich eigenständig bleiben wollen. Diesbezüglich waren sich die Vertreter der SP, VP und der FP (obwohl im Landtag gegen die Zusammenlegungen) einig.
Das neue Konstrukt Sankt Barbara (Veitsch, Mitterdorf und Wartberg) steht wahrhaftig unter keinem guten Stern. Die Funktionäre von drei SP Gemeinden ritterten in erster Linie um die hochrangigen Posten und nicht um eine gedeihliche Zusammenarbeit im Sinne der BürgerInnen.
Das neue Kindberg wuchs (nach dem Ausscherren der Stanz) zuwenig als es das "Kindberg Neu" in dem Ausmaß benötigte um zu einer "zehntausender" Gemeinde und damit den regierenden Bürgermeister ein "ordentliches" Plus am Gehaltszettel bescherrt hätte. Da sprang halt dann die örtliche Kabel TV Gesellschaft ein und schaffte für den Bürgermeister einen Zusatzposten... Somit ist seine weitere Existenz zumindest gehaltsmäßig abgesichert.
Dann gibt es noch das neue "Mürzzuschlag", bestehend aus dem alten Mürzzuschlag- Hönigsberg und der Gemeinde Ganz. Während die Gemeindebürger von Ganz zumindest gefragt wurden was sie wollen, wurden den MürzerInnen dies verwehrt. (Auch  der Gemeinderat wurde nicht befragt.)
Verständlicherweise waren und sind die BürgerInnen von Ganz "verschnupft", wurden sie ja in erster Linie von ihrem obersten Reformzwilling Schützenhöfer geopfert. Der durchaus verständlichen und berechtigten Haltung zur Zwangsfusion wurde durch den populistischen und völlig unverantwortlichen Versuch, Gemeindeeigentum zu verschenken, weiters Interessentenstraßen in öffentliches Gut zu übernehmen und letztendlich den Gemeindewald zu verkaufen, durch die verantwortlichen Kommunalpolitiker kein guter Dienst erwiesen. Damit tut man in Graz niemand weh, für die neue Gemeinde wirkt es lediglich belastend.
Wir hoffen und setzen uns dafür ein, dass es durch die Zwangsehe zu keinen Verschlechterungen für auch nur einen Teil der Bevölkerung kommen wird.
Bei jeder "Fusion" wurden immer die billigeren an die teureren Tarife angepasst. Genau so wie die niederen Gebühren an die Höheren.
Diesen, unseren "Kampf" werden wir im Interesse der Mürzzuschlager, Hönigsberger und natürlich auch der Ganzer Bevölkerung weiterführen, sofern wir am 22. März den Auftrag dazu erhalten.
Die KPÖ Mürzzuschlag war gegen die Fusion, war gegen die Verschleuderung und Verschenkung von öffentlichem Eigentum, ist aber für ein ehrliches, offenes und gleichberechtigtes Zusammenleben der Bevölkerung aus Lambach, Hönigberg, Auersbach, Geieregg, der Wienerstraße, dem Eichhorntal, von Edlach, Schöneben und wie alle Teile der neuen Gemeinde heißen.
Herzlich Willkommen, arbeiten wir gemeinsam für eine soziale, gerechte Gemeinde!

17. Februar 2015