Arbeitslosigkeit: Herrschende Parteien haben die rote Karte verdient

Stellungnahme von Karl Fluch

Die KPÖ wird bei der EU-Parlamentswahl am 7. Juni auf alle Fälle zulegen. Der Grund dafür ist simpel: Im Jahr 2004 hatte die Partei nicht unter ihrem eigenen Namen kandidiert sondern sich hinter einer Wahlplattform versteckt.
Diesmal steht die KPÖ wieder selbständig auf dem Stimmzettel.

Steirischer Kandidat ist der Eisenerzer Gemeinderat Karl Fluch, ein kommunistisches Urgestein in unserem Bundesland. Er hat eine Vorzugesstimme verdient. Karl Fluch war Bergarbeiter in Radmer und am Erzberg, 10 Jahre lang sogar Stadtrat in Eisenerz und Fußballschiedsrichter. Die EU lehnt er aus prinzipiellen Gründen ab. Sein Motto: „Weniger Brüssel – mehr für die Leute“.

Karl Fluch erklärte am Dienstag, dass die neuesten Arbeitslosenzahlen dafür sprechen, den herrschenden Parteien mit dem Stimmzettel die rote Karte zu zeigen: „40 Prozent mehr Arbeitslose innerhalb eines Jahres in der Steiermark; das zeigt ein grundsätzliches Versagen der Politik. Auf der einen Seite gibt es Milliarden für Banken und Konzerne, auf der anderen Seite lässt man die Mehrheit der Bevölkerung im Stich!“

Was die Wahlaussichten betrifft, zeigte sich Fluch vorsichtig optimistisch: „Ich weiß zwar, dass viele Leute, die uns in vielen Fragen recht geben, am Sonntag nicht zur Wahl gehen wollen. Bei dem schlechten Ruf der EU und den negativen Erfahrungen mit Brüssel ist das auch kein Wunder. Die Ergebnisse im Jahr 2009 haben aber bei der AK-Wahl dem Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) und bei der Hochschülerschaftswahl dem Kommunistischen StudentInnenverband (KSV) Stimmenzuwächse und Mandate gebracht. Das zeigt, dass Grund zur Hoffnung besteht, in der Steiermark mehr Stimmen zu bekommen als die „Linke“ im Jahr 2004.“

02-06-2009

11. November 2012