Die Woche vom 1. Oktober 2015

Forderungen oder eher Wünsche

Gemeinderatssitzung in Mürzzuschlag: Hal­lenbad soll attraktiver werden, dem Handel soll geholfen werden. 

Zur vorgesehenen Tagesord­nung hatte der Gemeinderat von Mürzzuschlag vier Dring­lichkeitsanträge abzuarbeiten. Außerdem wurde der Polizei­beamte Friedrich Scheikl, FPÖ, neu als Gemeinderat, anstelle der aus privaten Gründen aus­geschiedenen Birgit Bauernho­fer, angelobt. Vizebürgermeister Arnd Meißl, FPÖ, forderte den Gemeinde­rat auf, sich mit Maßnahmen für eine Attraktivierung des Vivax-Hallenbades, mit dem Ziel die Besucherfrequenz zu steigern, auseinanderzusetzen. Nachdem das Vivax jährlich ein sattes Minus einfährt, hat die FPÖ im Alleingang eine Bürgerbefragung für Verbes­serungsvorschläge durchge­führt. Als Vorschläge wurden genannt: Wärmeres Wasser im Hauptbecken, vor allem im Kinderbecken, ein Whirlpool im Saunabereich, Ausbau des Außen-Spielbereiches, Spiel­ecke im Restaurant, Schwimm­becken im Außenbereich, Verbesserungen im Duschbe­reich (Duschvorhänge) und einiges mehr. Bürgermeister Rudischer, SPÖ, nahm die An­regungen zur Weiterleitung an die zuständigen Fachausschüs­se entgegen. Rudischer verwies in diesem Zusammenhang auf den Unterschied zu Thermen­bädern, die auch eine andere Preisgestaltung haben. 
Ein weiterer Antrag über Ein­führung eines Schulstartgeldes im Ausmaß zwischen 50 und 100 Euro je nach Schulstufe, wurde zur Prüfung aufgenom­men. Der FPÖ-Antrag „Nein zum Durchgriffsrecht des Bundes zur Unterbringung von Asylwerbern wurde wegen der Solidarität zur Flüchtlings-Son­dersituation von den übrigen Fraktionen abgelehnt. 

Unterstützung des Handels

Grün-Gemeinderätin Ilse Schmalix zeigte sich von Ge­schäftsschließungen in Mürz­zuschlag berührt und regte die Einberufung einer Krisen­sitzung mit Beteiligung aller Betroffenen an. Der Antrag wurde angenommen, wobei Bürgermeister Rudischer auf die schwierige Lage des Han­dels auch in anderen Städten hinwies und die örtliche Un­terstützung des Handels, sei es bei der Mürzer Messe oder den Gratisparkplätzen, hervorhob. Gemeinderat Franz Rosenblattl. KPÖ, informierte, dass es noch heuer zu einer Lösung des Verkehrskonzeptes Höni­gsberg mit einer Einbahnlö­sung Schulstraße Richtung S6 zwischen Grazer Straße und Kurze Gasse sowie eine Ein­bahnregelung der Neubauga­sse in Richtung Grazer Straße kommen wird. Über Antrag von Vizebürgermeisterin Ur­sula Haghofer, SPÖ, werden für rund 230 betroffene Personen die alljährlich vorgesehenen Sozialleistungen ab Dezember bis Februar 2016 ausbezahlt. Einstimmig beschloss der Ge­meinderat neue Richtlinien zur Fassadenförderung. Gefördert werden Fassaden in der Kern­zone von Mürzzuschlag und Hönigsberg. Die maximale För­dersumme beträgt 5.000 Euro und kann höchstens einmal im Zeitraum von zehn Jahren ge­währt werden. -heivei-

1. Oktober 2015