Firmenpleite in Kindberg

Kindberg besonders stark von Krise getroffen

 

„Kindberg ist die Gemeinde im Bezirk, die bisher von den Folgen der Krise am stärksten betroffen ist“. Das stellte der Mürzzuschlager KPÖ-Bezirkssprecher Franz Rosenblattl am Dienstag fest, nachdem bekannt geworden war, dass die Autozulieferfirma Maini in Kindberg-Aumühl einen Konkursantrag gestellt hat. 82 Beschäftigte müssen nun um ihre Arbeitsplätze bei der Tochterfirma eines indischen Konzerns zittern.

Rosenblattl erinnerte an die Kündigungen im Rohrwerk Kindberg im Sommer und an die Sperre der Nachfolgefirmen von Schrack: „Jetzt sind ernsthafte Maßnahmen des Landes gefordert. Die steirische KPÖ verlangt auch in diesem Fall den Einstieg der öffentlichen Hand und die Schaffung einer Landesholding, um Arbeitsplätze zu sichern.“

Ausschlaggebend für die Insolvenz der Firma Maini ist nach Angaben der Medien die Ankündigung des Hauptkunden Continental, die Aufträge um 60 Prozent zu reduzieren. Diese Firma hat in Deutschland im Zuge einer Übernahme öffentliche Förderungen in riesiger Höhe bekommen.

Während die Banken wieder riesige Gewinne machen und für einige Manager Millionen ausgeschüttet werden, sollen die Arbeiter jetzt zu spüren bekommen, was Krisenbewältigung nach Art des Großkapitals heißt.

10. November 2009