Kleine Zeitung vom 18. April 2015

Rudischer hat’s geschafft

Karl Rudischer ist wieder Bürgermeister von Mürzzuschlag. Er erhielt 15 von insgesamt 25 Stimmen und damit doch noch eine klare Mehrheit.

FRANZ POTOTSCHNIG

An die 170 Besucher kamen am Donnerstagabend in den Stadtsaal Mürzzuschlag zur konstituierenden Sitzung des Gemeinderates. Bis zuletzt wurde noch verhandelt, letztlich zog die KPÖ mit der SPÖ mit – und vermutlich Grün-Gemeinderätin Ilse Schmalix. Diese verweist allerdings auf das Wahlgeheimnis.

Erste Vizebürgermeisterin ist Ursula Haghofer, zweiter Vizebürgermeister Arnd Meißl, Finanzstadtrat bleibt Karl Baumer, das zweite Stadtratsmandat der FPÖ bekleidet Ingo Hüttenegger. Bezirkshauptfrau Gabriele Budiman nahm die Angelobung vor.

Danach skizzierten die Fraktionsvorsitzenden ihre Pläne für die nächsten fünf Jahre. Schmalix (Die Grünen) will kritische Kontrolle ausüben, betonte aber auch, bereit für konstruktive Zusammenarbeit zu sein.

Weil die ÖVP nur noch zwei Sitze hat, will deren Obmann Franz Gstättner stets in allen Ausschüssen dabei sein, um auch in kleiner Besetzung die Stadt aktiv mitzugestalten.

Franz Rosenblattl (KPÖ) betonte, dass er keine „Koalition“ mit der SPÖ eingegangen sei und auch gegen die SPÖ sein könne, etwa bei sozialen Belastungen oder beim Verkauf von Gemeindeeigentum.

FPÖ-Vizebürgermeister Arnd Meißl sieht die acht FPÖ-Mandate als Lohn für gute Arbeit. Er gab zu, dass der Wahlkampf von der FPÖ hart geführt worden sei: „Wir werden wieder zu einer Zusammenarbeit finden müssen.“

SPÖ-Fraktionsführerin Ursula Horvath betonte, dass die SPÖ zwar die Ursachen für die Niederlage erforsche, das Hauptaugenmerk aber auf der Zukunft liege. Bürgermeister Karl Rudischer betonte, man solle nicht nur das Negative sehen: „Die Stadt hat starke Industriebetriebe, einen leistungsfähigen Handel, viele Arbeitsplätze in Gewerbe und Handwerk und 900 Wohnungen.“ Und er betonte, dass trotz Kontroversen alle dasselbe Ziel haben: Die Stadt in eine gute Zukunft zu führen.

18. April 2015