Alternative zu Postenschacher, Gebühren- und Tariferhöhungen

KPÖ kandidiert in dem Kunstgebilde St. Barbara


Am 22. März finden die steirische Gemeinderatswahlen statt. Die KPÖ tritt in der neuen Gemeinde St. Barbara (Mitterdorf, Veitsch, Wartberg) an. Wir haben mit dem Spitzenkandidaten Rudolf Muri gesprochen.

2015-02-02-11.47.21.jpg

Rudi Muri

In der neuen Gemeinde St. Barbara steht die KPÖ bei der Gemeinderatswahl am Stimmzettel. Was sind eure wichtigsten Anliegen?

Rudolf Muri: Mir sind zwei Themen besonders wichtig. Die Arbeitsplatzfrage ist meines Erachtens nach die wichtigste in der Region. Ohne Arbeit keine Zukunft, egal ob dies Wartberg, Veitsch und Mitterdorf oder St. Barbara heißt. Nur mit neuen, sicheren Arbeitsplätzen kann eine weitere Abwanderung verhindert werden. Das andere Thema wäre der öffentliche Verkehr: Es braucht gerade auch in diesem Kunstgebilde „St. Barbara“ einen Citybus, wie es ihn beispielsweise in Kindberg oder Kapfenberg gibt. Besonders die Veitsch gehört viel besser an den Nahverkehr angeschlossen!

Der KPÖ ist kein Problem zu klein. Unser Motto ist „Helfen statt reden“. Mit unserer Mieter- und Sozialberatung (sie wird bisher in Kapfenberg und Mürzzuschlag angeboten) zeigen wir, dass wir uns wirklich um die Sorgen und Probleme der Menschen bemühen. So konnte die KPÖ schon viele Delogierungen verhindern, bei Problemen mit der Mindestsicherung helfen oder bei Fragen der Wohnbeihilfe Unterstützung anbieten.

 

Mit 01. Jänner gab es ja die Fusionen der Gemeinden. Wie steht ihr dazu?

 

 

Rudolf Muri: Wir Veitscher, Mitterdorfer oder Wartberger wurden nie gefragt ob wir eine Fusion wollen. Nur – ob der oder der als Bürgermeisterkandidat erstgereiht sein soll und dies war keine offizielle – sondern eine SP-Befragung.
Für uns ist wichtig, dass es eine Einbindung der gesamten Bevölkerung in politische Prozesse gibt. Vor der Fusion wurde niemand gefragt, da wurde auf die Meinung der Bürger verzichtet. Dieser Stil muss sich ändern.

 

In St. Barbara ist der SPÖ-Kandidat Favorit für den Bürgermeister. Was bedeutet das für euch?

 

Rudolf Muri: Bei uns haben sich die diversen SP-Lokalorganisationen intern zerstritten, nachdem sie unfähig waren, sich auf einen gemeinsamen Spitzenkandidaten zu einigen. Das Schlimme: Es geht nur um Posten und Amterl. Das ist nicht nur peinlich sondern traurig.

 

Wahlkampf ist immer eine Zeit der großen Versprechen – wie sieht das bei der KPÖ aus?

Rudolf Muri: Was mir sauer aufstößt ist immer das große Geldausgeben vor den Wahlen. Sinnvoller wären langfristige Projekte, von denen die Menschen wirklich etwas haben. Wenn ich es in den Gemeinderat schaffe, werde ich immer ein offenes Ohr für die Probleme der Menschen im Ort haben, ob dieser in der Veitsch, in Mitterdorf oder in Wartberg lebt. Ich bitte Sie um Ihr Vertrauen am 22. März.

17. Februar 2015