Kleine Zeitung vom 31.10.2018

Sechs Millionen für die Schule

Die Toni-Schruf-Volksschule in Mürzzuschlag wird um knapp sechs Millionen Euro saniert. Die Musikschulgebühren werden erhöht.Von Marco Mitterböck

Was lange währt, wird endlich gut. Seit dem Frühjahr des Vorjahres war die Sanierung der Toni-Schruf-Volksschule samt Hort ein Dauerbrenner im Mürzzuschlager Gemeinderat. Nach der Sitzung am Montagabend befindet sich die Sanierung endgültig auf Schiene. Da sprachen sich die Mandatare mit lediglich einer Gegenstimme für die Vergabe des 5,9 Millionen Euro schweren Auftrags an die Lieb Bau Weiz aus. "Die Ur-Idee ist es, aus zwei Schulgebäuden eine Schule zu machen. Der Turnsaal wird im Pausenhof neu errichtet, der jetzige Turnsaal wird in eine Aula umgewandelt", schilderte Bürgermeister Karl Rudischer (SP).

Dass die Optik des Gebäudes erhalten bleibt, freut FP-Vizebürgermeister Arnd Meißl, der sich auch das Anbringen einer Fotovoltaikanlage vorstellen kann. Weil die Lieb Bau Weiz als Generalunternehmer agiert und mehrere Subunternehmer beschäftigen wird, mahnte VP-Mandatar Alfred Lukas (er gab die einzige Gegenstimme ab): "Da könnten heimische Unternehmer durch die Finger schauen." Sowohl Rudischer als auch Meißl gaben jedoch an, dass bereits mehrere heimische Betriebe wie die Stadtwerke und Herbitschek ins Boot geholt worden seien. Die Bauarbeiten werden rund ein Jahr dauern, in der Zwischenzeit werden die Schüler ins bfi-Gebäude auf die Grüne Insel übersiedeln. "Dort hat die Schule das ganze Jahr über Platz, es handelt sich nicht um ein Notquartier", so Rudischer.

Dieser Punkt der Tagesordnung wurde zwar zügig abgehakt, das Thema Schule blieb jedoch allgegenwärtig. Schließlich hatte der Gemeinderat Ende September die vom Land vorgegebene Erhöhung der Musikschulgebühren abgelehnt. Damals sprachen sich die Mandatare mit 11 zu 10 Stimmen gegen die Erhöhung um 3,2 Prozent aus - nun wurde erneut abgestimmt. "Von 49 steirischen Musikschulen hat sich nur unsere dagegen ausgesprochen", sagte Rudischer. Er warnte vor finanziellen Folgen, schließlich seien die Musikschulgebühren ein Teil der mit dem Land abgeschlossenen Fördervereinbarung.

Die Frage der Opposition, wie diese Folgen aussehen könnten, blieb jedoch unbeantwortet. "Man kann eine pauschale Erhöhung nicht einfach über 49 verschiedene Musikschulen drüberstülpen", sagte Meißl. Am Ende einer langen Diskussion sprachen sich FPÖ und KPÖ dagegen aus, die Erhöhung wurde jedoch mit 12 zu 11 Stimmen angenommen. Damit beträgt der Monatsbeitrag für einen jugendlichen Musikschüler in einem "ordentlichen Hauptfach" künftig 46,60 Euro, das entspricht einer Erhöhung von rund 1,50 Euro pro Monat.