Kleine Zeitung vom 18. März 2015 (St.Barbara)

Welche Rolle spielt die Fusion?

In Wartberg, Mitterdorf und Veitsch setzte sich 2010 die SPÖ durch. Bleibt St. Barbara eine rote Hochburg, profitiert die FPÖ oder eine Liste?

ST. BARBARA. Geht man nach den Ergebnissen von 2010, wird die Wahl in St. Barbara eine rote Angelegenheit. Sowohl in Wartberg (49,8 Prozent), Mitterdorf (77,1 Prozent) als auch in der Veitsch (61,8 Prozent) setzte sich die SPÖ vor fünf Jahren deutlich durch.

Ob die nicht lautlos über die Bühne gegangene Fusion daran etwas ändert? „Ich glaube, dass die Bevölkerung zum großen Teil positiv eingestellt ist“, sagt SPÖ-Spitzenkandidat Jochen Jance. Die absolute Mehrheit holen möchte er mit Themen wie dem „St. Barbara-Bus“, einer „St. Barbara-Card“, günstigen Starterwohnungen für Lehrlinge und einem flächendeckenden betreuten Wohnen. „Das fehlt in Mitterdorf noch“, erklärt Jance.

Mitregieren und mitbestimmen will wiederum die ÖVP rund um Erwin Fraiss: „Es kommt eine sehr intensive Zeit auf uns zu, da wollen wir mit Hand anlegen.“ Als zentrale Punkte im Wahlprogramm konzentriert sich die ÖVP auf den Ausbau der Nahversorgung, Wohnungen für Jung und Alt, das Schaffen von Arbeitsplätzen sowie die Versorgung mittels Gas, Energie und Wasser.

Selbstbewusst präsentiert sich die FPÖ mit Ernst Ebner: „Wir treten an, um den Bürgermeister zu stellen.“ Gelingen soll dieses Vorhaben mit einem breiten Angebot an Themen. Da gehört die Erhaltung von Arbeitsplätzen, Schulen, des Vereinslebens und des Polizeipostens in der Veitsch ebenso dazu wie die Mobilität und die Wohnsituation. „Wir brauchen leistbare Wohnungen mit zwei Kinderzimmern“, sagt Ebner.

Die KPÖ trat vor fünf Jahren nur in Wartberg an, verpasste aber den Einzug in den Gemeinderat. „Es ist wichtig, dass wir dort vertreten sind“, sagt Rudolf Muri. Er setzt auf leistbares Wohnen, die Förderung von Familien und ein Angebot an Beratungs- und Hilfestellungen.

Neu am Parkett ist die „Bürgerliste für alle“, sie wird von Jürgen Berger angeführt und sieht sich als Alternative zu den Großparteien. „Sie haben einen Denkzettel verdient“, sagt Berger im Hinblick auf die Art und Weise der Fusion. MARCO MITTERBÖCK

18. März 2015